Leoniden-Maximum

17. November 2020 in Deutschland

Gemäde des Leoniden-Schauers der Nacht vom 12. auf den 13. November 1833
Urheber: E. Weiß (ca. 1888)
In der Nacht des 17. November 2020 gilt es den Himmel zu beobachten, denn der Meteorstrom der Leoniden erreicht sein Aktivitätsmaximum (sogenanntes Leoniden-Maximum). Der bereits über 1.100 Jahre alte Meteorstrom der Leoniden ist ein jährlich stattfindendes Naturschauspiel, dessen Aktivitätszeitraum sich vom 10. bis 17. November erstreckt. Mit einer Geschwindigkeit von rund 71 Kilometer pro Sekunde rasen die Sternschnuppen an der Erde vorbei und erfüllen dem, der daran glaubt, vielleicht den einen oder anderen Wunsch. Der Ausgangspunkt des Sternschnuppenstroms, der sogenannte Radiant, liegt im Sternbild des Löwen. Diesem Ausgangspunkt verdanken die Leoniden ihren Namen.

Die Aktivität des Sternschnuppenstroms der Leoniden hat im Laufe der Jahrhunderte deutlich an Intensität verloren. Grund hierfür ist die mittlerweile sehr weite Streuung der Trümmerwolke des Ursprungskometen „55P/Tempel-Tuttle „. Dieser Umstand führt auch zu dem in der Regel vergleichsweise schwach ausgeprägten Aktivitätsmaximum der Leoniden. Alle 33 Jahre kreuzt die Erde jedoch die Umlaufbahn des für die Sternschnuppen verantwortlichen Kometen, nachdem dieser das innere Sonnensystem durchquert hat. In dieser Konstellation konnten früher bereits mehrere tausend Sternschnuppen pro Stunde beobachtet werden – im November 1833 sollen es alleine bis zu 200.000 Sternschnuppen pro Stunde gewesen sein. Ausbrücke mit solch hoher Intensität lassen sich bis ins Jahr 902 vor Christus zurückverfolgen. Der nächste ist im Jahr 2031, dann werden bis zu 10.000 Sternschnuppen in der Stunde erwartet.

Bei Sternschnuppen, wie jenen zur Zeit des Leoniden-Maximums, handelt es sich um Meteore. Diese aus dem Griechischen stammende Bezeichnung bedeutet so viel wie „in der Luft schwebend“. Sternschnuppen werden erzeugt, wenn kleine Meteoroiden in die Erdatmosphäre eindringen und dort verglühen. Dabei werden Luftteilchen ionisiert und lösen eine sogenannte Rekombination aus, bei der Energie abgegeben wird und es zu den bekannten Leuchterscheinungen kommt. Pro Tag dringen etwa zehn Milliarden Meteoroiden in die Erdatmosphäre ein. Meist haben diese allerdings nur die Größe von Staubkörnern und verdampfen wegen ihrer hohen Geschwindigkeit durch die Luftreibung.

 

Dieser Text wurde von www.kleiner-kalender.de entnommen.